Was versteht man unter dem Begriff Farbtemperatur und Farbwiedergabeindex?


Die Farbtemperatur wird in der Einheit Kelvin [K] gemessen und beschreibt die Lichtfarbe einer Lichtquelle. Die Farbtemperaturwerte einer Lichtquelle können zwischen 2500 und 6500 Kelvin liegen. Je höher der Farbtemperaturwert ist, desto kühler und weißer wird das Licht vom Menschen empfunden. Ein niedriger Wert hingegen wird als warm wahrgenommen.
 
Gemäß DIN 5035 wird die Farbtemperatur in drei Gruppen eingeteilt:
 
tw - tageslichtweiß (> 5300 Kelvin)
nw - neutralweiß (3300 - 5300 Kelvin)
ww - warmweiß (< 3300 Kelvin)
 
 
Die Lichtfarbe allein gibt uns keinen Aufschluss über die Qualität der Farbwiedergabe einer Lampe. Die unterschiedlichen Farbwiedergabeeigenschaften können trotz gleicher Lichtfarbe zu grundverschiedenen Farbwahrnehmungen führen.
 
Der Farbwiedergabeindex Ra (englisch Colour Rendering Index, CRI), dient neben der Farbtemperatur zur Farbcharakteristik des Lichtes einer künstlichen Lichtquelle. Er beschreibt, wie gut eine Lichtquelle die natürlichen Körperfarben eines beleuchteten Gegenstandes wiedergibt.
 
Die Größe des Wertes kann zwischen 20 und 100 liegen. Eine Lichtquelle mit Ra >80 lässt die Farben natürlich und originalgetreu erscheinen. Ein niedriger Ra Wert bedeutet, dass die Farben des beleuchteten Objektes weniger gut (Ra <80) wiedergegeben werden.
 
Gemäß der europäischen Verordnung 1194/2012 müssen LED-Lampen, Module und Leuchten, die im Innenbereich eingesetzt werden, einen Farbwiedergabeindex Ra >80 besitzen. Im Außenbereich ist ein Farbwiedergabeindex Ra >65 vorgeschrieben.

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